Homepage2018-04-10T15:21:05+00:00
JETZT SPENDEN

FAKTEN

So wie es heute in Deutschland Realität ist, darf es nicht sein: 40% der Bewohner werden fixiert, 50% werden systematisch betäubt – in erster Linie Demenzkranke. Weil das einfacher ist, als ein menschenwürdiges Umfeld zu schaffen. Und weil Medikamente billiger sind als menschliche Zuwendung.

Und unabhängig von der Demenz: Studien belegen, dass nahezu die Hälfte der Menschen, die in ein Heim ziehen, nach einem Jahr nicht mehr ohne Hilfe gehen oder stehen können. Der Grund dafür sind fehlende Bewegungsanreize und überhaupt fehlender Raum, um aktiv zu sein.

MISSION

Wir gehen mit dem Pilotprojekt „Hergensweiler Heimelig“ den Weg der Achtung und des Respekts. Und begegnen der Demenz mit Teilhabe und Selbstbestimmung im Rahmen eines großzügigen, geschützten Areals ohne Verbote. Dass ist deshalb so wichtig, weil wir wissen, dass Menschen trotz Demenz Glück und Lebensfreude empfinden können – und zwar vor allem dann, wenn sie in einem Umfeld relativer Normalität ohne Zwang existieren dürfen. Diese Voraussetzungen zu schaffen, und damit nicht nur am Glück der Betroffenen, sondern an einer gesellschaftlichen Hoffnung für alle – und damit für uns selbst – zu arbeiten, ist unsere nobelste Aufgabe.

VISION

Eine kleine, offene Welt, die für 128 Menschen keine Aufbewahrung, sondern ein Zuhause bedeutet. Auf 30.000 Quadratmetern, in sechzehn Wohneinheiten, in denen alles ans Leben und nichts an Pflegeheim oder Krankenhaus erinnert.

Wir lassen das Leben herein und wollen aktiver Teil der Dorfgemeinschaft sein. Ein öffentlicher Kindergarten, eine Gastronomie samt Biergarten und weitere Einrichtungen für die Menschen drinnen wie draußen schlagen eine Brücke für ein aktives Miteinander.

In gemeinschaftlichen Wohneinheiten mit höchstens acht Personen schaffen wir die Verbindung von individueller Privatheit und familiärer Nähe. Das fördert Vertrautheit und Kontakt und erhält zugleich die Möglichkeit des Rückzugs.

Menschen, die zueinander passen, leben harmonischer zusammen als Charaktere, die gegensätzliche Gewohnheiten und Werte vertreten. Lieber leger und rustikal, oder doch bevorzugt mit Etikette und Leinenserviette? Lieber Schlager oder eher Mozart? Wir achten darauf, dass die Menschen in ihren Wohngruppen auch wirklich zueinander passen.

Dem Laufdrang, den gerade Menschen mit Demenz oft verspüren, begegnen wir mit einem sicheren Bewegungsumfeld, das weitläufig genug ist, um immer wieder etwas Neues zu entdecken. Aber auch so sicher und behütet, dass niemand verloren gehen kann.

Verbinden statt zu trennen: Dieser Gedanke liegt auch der Integration eines Kindergartens samt Spielplatz und Streichelzoo zu Grunde. Denn nur der aktive Austausch zwischen den Generationen schafft die Basis für Verständnis und Solidarität in einer Zeit, in der Oma und Opa oft nicht mehr zum Kinderalltag gehören.

Wir sind sicher: Eine öffentliche Infrastruktur stellt auch Öffentlichkeit her und lockt das Leben herein. Mit einer Gastronomie für das ganze Dorf nebst Saal und Biergarten wollen wir den aktiven Austausch als Selbstverständlichkeit etablieren.

Das Normalste von der Welt ist im Leben der meisten Menschen ein Besuch bei ihrem Frisör. Warum sollte das anders sein, nur weil jemand eine Demenz hat? Darum gibt es auf unserem Gelände einen Salon, der natürlich auch für jedermann von außerhalb erreichbar ist.

Mit einem kleinen Geschäft für alles Notwendige des täglichen Bedarfs tragen wir dem Umstand Rechnung, dass die Möglichkeit, schnell eine Kleinigkeit einkaufen zu können, zum Leben einfach dazu gehört. Dieses Angebot steht natürlich auch der Dorfgemeinschaft offen und wirkt damit ganz nebenbei kontaktfördernd.

SPENDEN

Auch wenn es paradox klingt: Für eine solch wichtige gesellschaftliche Investition gibt es keinen passenden Fördertopf, weil unser Projekt in Deutschland beispiellos ist. Umso mehr sind wir auf Sponsoren und Spender angewiesen, um erhebliche Teile der Gesamtsumme von 30 Millionen stemmen zu können. Die Würde des Menschen – auch in Alter und Krankheit – ist jeden Cent wert.

Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.

JETZT SPENDEN
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„Für dieses wichtige, zukunftsweisende Projekt setze ich mich ein.“

Wolfgang Strohmaier, Erster Bürgermeister Hergensweiler

GEWONNENE SPENDER

“Ich unterstütze diese tolle Idee, weil ich nicht länger so tun kann, als ginge mich das Thema Pflege nichts an. Wenn ich selbst einmal dement werde, will ich an genau so einem Ort leben und nicht nur verwahrt werden. Dafür muss ich jetzt was tun und nicht irgendwann.”

Erich Nyffenegger

“Würdigen Lebensraum zu schaffen für Menschen mit Demenz ist vermutlich eine der größten Herausforderungen vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. Der Ansatz des Projektes ist daher ein Lichtblick für alle.”

Jan Coenen, Geschäftsführer - Würschinger GmbH

WIR

Das Alten- & Pflegeheim Maria-Martha-Stift

Als mehrfach preisgekröntes Altenheim, das als erstes Haus in Süddeutschland nach der humanistischen Eden-Alternative arbeitet, haben wir in einer Reihe von Fernsehbeiträgen dokumentiert, dass wir schon vor der Idee des Demenzdorfes anders sind und wissen, wie es geht. Teile des Konzepts für „Hergensweiler Heimelig“ leben wir im Maria-Martha-Stift, das in der Trägerschaft der Diakonie Lindau steht, bereits heute.

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Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht – wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.


WAS GIBT’S NEUES?

Jeder Schritt ein kleiner Sieg: Erfahren Sie an dieser Stelle von den Fortschritten des Projekts aus erster Hand und sehen Sie unmittelbar, wie Ihre Unterstützung wirkt.

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